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Oldie but Goldie – die richtige Versicherung für den Oldtimer

Abb. 1: Oldtimer machen optisch ganz schön was her. Das gilt vor allem, wenn sie gut in Schuss sind und von ihren Besitzern pfleglich behandelt werden.

Oldtimer sind Liebhaberstücke. Sie werden gehegt und gepflegt und das in den meisten Fällen schon über viele Jahre. Und natürlich sind Oldtimer keine Ausstellungsstücke, sondern sie werden gefahren, und zwar mit viel Stolz. Umso wichtiger ist es, eine gute Versicherung für das Lieblingsauto abzuschließen, um im Falle eines Falles vor unschönen Überraschungen gewappnet zu sein. Denn gerade ältere Automodelle sind in der Instandhaltung und Reparatur wesentlich teurer als moderne Fahrzeuge. Dies liegt unter anderem in den schwer zu beschaffenden Ersatzteilen begründet. Wie Oldtimer-Fahrer die richtige Versicherung finden und worauf sie dabei achten, erläutert dieser Artikel.

Weshalb eine spezielle Versicherung?

Natürlich ist es möglich, seinen Oldtimer mit einer handelsüblichen KFZ-Versicherung für den Schadensfall abzusichern. Doch es bestehen einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungstypen, sodass eine spezielle Versicherung für Oldtimer sich für ältere Fahrzeuge definitiv lohnt. Aber Achtung: Bei vielen Versicherern muss als Voraussetzung für eine Oldtimer-Versicherung ein sogenanntes Alltagsfahrzeug vorliegen, das bereits normal versichert ist. Nur dann profitieren Fahrer von der günstigen Versicherung.

Eine klassische Versicherung für Fahrzeuge berechnet die Tarife anhand Schadenfreiheitsklassen. Dabei gilt: Je höher die Schadenfreiheitsklasse ist, also je länger der Fahrer ohne Unfall war, desto niedriger wird die Versicherungsprämie ausfallen. Dies ist bei der Oldtimer-Versicherung nicht der Fall, sodass die Versicherungsprämien häufig günstiger sind. Eine weitere Berechnungsgrundlage für die KFZ-Versicherung ist der sogenannte Schwacke-Index, der den Wert von Gebrauchtfahrzeugen ermittelt. Auch diese Bewertung entfällt bei spezifischen Oldtimer-Versicherungen.

In der Regel verhält es sich zudem so, dass die Versicherungsprämie nach einem Schadensfall erheblich teurer wird, wenn ein Wagen über eine normale KFZ-Versicherung verfügt. Bei einer Oldtimer-Versicherung entfällt auch dies, sodass Fahrer hier einen besseren Rundum-Schutz genießen.

Abb. 2: Bereits bei modernen Autos sind die Reparaturkosten nach Unfällen sehr hoch. Bei Oldtimern steigen die Summen für Ersatzteile und Reparatur schnell ins Unermessliche. Eine gute Versicherung ist da Gold wert.

Verschiedene Versicherungsarten

In Deutschland ist grundsätzlich lediglich die KFZ-Haftpflicht für jeden Fahrzeughalter verpflichtend. Darüber hinaus gibt es aber verschiedene weitere Versicherungen, die sinnvoll sein können. Zunächst wären die Kasko-Versicherungen zu nennen. Hier gibt es Teilkasko- und Vollkasko-Varianten. Beide Versicherungsarten bestehen sowohl bei üblichen KFZ-Versicherern als auch bei Oldtimer-Versicherungen. Die Teilkasko deckt folgende Schadensfälle ab, sofern sie nicht selbst verschuldet sind:

  • Brände
  • Explosionsschäden
  • Kurzschluss der Fahrzeugelektronik
  • Diebstahl und Vandalismus
  • Tierbiss und Tierunfall
  • Naturereignisse inkl. Steinschlag
  • Glasbruch
  • Verlust des Fahrzeugschlüssels

Die Vollkasko deckt überdies auch selbst verschuldete Unfälle ab. Oldtimer-Versicherer bieten darüber hinaus in vielen Fällen eine „Allgefahren-Versicherung“ an, die als weitere Schutzleistung Transport-, Brems- und Reifenschäden abdeckt. Da Oldtimer in vielen Fällen empfindlicher als moderne Fahrzeuge sind, beispielsweise wenn sie typischerweise tiefergelegt wurden, bietet sich diese Form des Schutzes für Liebhaber an.

Abb. 3: Im Winter werden Old- und Youngtimer seltener gefahren als im Sommer. Dennoch lohnt es sich, die Versicherung ganzjährig abzuschließen, da auch im Winter Schäden, etwa durch Tierbisse, nicht auszuschließen sind.

Wie funktioniert die Oldtimer-Versicherung?

Bei den meisten Versicherungsgesellschaften können Halter nicht nur klassische Oldtimer mit H-Kennzeichen versichern, sondern auch Youngtimer. Diese sind mindestens 15 Jahre alt. Je nach Alter des Fahrzeugs muss ein bestimmter Fahrzeugwert vorliegen. Dieser liegt bei verschiedenen Versicherungen unterschiedlich hoch, beispielsweise bei 10.000 Euro – wenn das Fahrzeug jünger als 30 Jahre (Oldtimer-Alter) ist, kann der Wert steigen.

Ein Gutachten für den Oldtimer ist zudem bei den meisten Versicherern obligatorisch. Es ermittelt den aktuellen Marktwert des Autos. Marktwert bezieht sich dabei auf den aktuellen An- oder Verkaufswert auf dem Spezialmarkt. Bei der Versicherung kann der Versicherungsnehmer dann entscheiden, ob er diesen Marktwert versichern möchte oder aber den Wiederbeschaffungs- oder Wiederherstellungswert. Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den der Fahrer bezahlen muss, um ein gleichwertiges Fahrzeug zu erwerben, der Wiederherstellungswert ergibt sich aus dem Anschaffungspreis zuzüglich der Restaurierungskosten.

Der Abschluss einer Versicherung für Oldtimer funktioniert schließlich genauso wie der einer normalen KFZ-Versicherung. Ratsam ist dabei, das Auto ganzjährig zu versichern, um auch Standschäden melden zu können, die vermehrt im Winter auftreten, wenn das Fahrzeug weniger gefahren wird. Nur so kann der Fahrzeughalter sichergehen, dass er auch im nächsten Sommer wieder Spaß mit seinem Liebhaberauto haben wird!

Bilder:

Abb. 1: Pixabay.com © smarko (CC0 Creative Commons)

Abb. 2: Pixabay.com © Gellinger (CC0 Creative Commons)

Abb. 3: Pixabay.com © Global-Tyrol (CC0 Creative Commons)